Neues aus der Fraktion

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Schul- und Kulturausschuss: Erster Sitzungsbericht zwischen guten Ansätzen und offenen Fragen

Am 07. Mai tagte der Schul- und Kulturausschuss der Gemeinde Waldfeucht zu seiner ersten Sitzung in der 12. Legislaturperiode. Wir möchten über die wichtigsten Punkte berichten und dabei deutlich machen, wo wir Handlungsbedarf sehen.

Die Schülerzahlen steigen, aber wer plant für unsere Kinder?

Schülerzahlen: Ein Problem, das nicht wegdiskutiert werden kann
Der erste Tagesordnungspunkt war zugleich der brennendste: die Entwicklung der Schülerzahlen. Es ist kein Geheimnis, in wenigen Jahren werden mehr Kinder schulpflichtig sein, als unsere und die umliegenden weiterführenden Schulen aufnehmen können. Raum fehlt, Konzepte fehlen.

Die Antwort der Verwaltung war ernüchternd: Das sei kein Problem von Haaren, und im Übrigen kümmere sich die kreisweite Schulentwicklungsplanung darum. Für uns Grüne ist das keine ausreichende Antwort. Kinder aus Waldfeucht brauchen Schulplätze und zwar in erreichbarer Nähe. Wir werden dieses Thema weiter im Blick behalten und einfordern, dass die Gemeinde aktiv Druck auf den Kreis ausübt, statt Verantwortung weiterzureichen.

Unsere Forderung

Die Gemeinde Waldfeucht muss konkret und verbindlich in die kreisweite Schulentwicklungsplanung einbringen, wie viele Schulplätze in drei bis fünf Jahren benötigt werden und welche lokalen Lösungen denkbar sind.

Beschattung auf Spielplätzen: Richtig gedacht, aber zu zögerlich umgesetzt

Einstimmig beschlossen wurde die Umsetzung eines Sonnenschutzkonzeptes auf gemeindeeigenen Spielplätzen und das begrüßen wir ausdrücklich. Bäume statt Plastikplanen: Das ist ökologisch sinnvoll und langfristig gedacht.

Allerdings teilen wir die Sorge, dass die geplanten Baumpflanzungen – auch auf dem Schulhofgelände des Schulzentrums – noch sehr klein sind. Bäume brauchen Zeit, um wirksamen Schatten zu spenden. Wir werden darauf achten, dass die Pflanzplanung ambitioniert genug ist und schnellwüchsige Arten bevorzugt werden, wo das sinnvoll ist.

Hallenbad Haaren: Zweiter Schwimmmeister kommt – gut so!

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde, die Stelle eines zweiten Schwimmmeisters auszuschreiben und im Stellenplan 2027 vorzusehen. Das Hallenbad Haaren ist für viele Menschen, besonders für Kinder und Schulklassen, ein wichtiges Angebot. Dieser Beschluss ist ein klares Signal, dass der Betrieb langfristig gesichert werden soll. Das unterstützen wir.

Familiengrundschulzentrum und Offene Jugendarbeit: Positive Signale

Erfreuliche Nachrichten gab es auch im Bereich der Bekanntgaben: An der KGS Haaren wurde ein Familiengrundschulzentrum eröffnet – eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und Familien, die auch bei Behördenkontakten, Freizeitangeboten und Bildung unterstützt. Das ist ein wichtiges Angebot, das wir begrüßen.

Auch die Ausschreibung einer Vollzeitstelle für die Offene Kinder- und Jugendarbeit durch das Evangelische Jugendreferat Jülich ist ein gutes Signal. Wer Kinder und Jugendliche in Waldfeucht kennt, weiß: Diese Arbeit ist dringend nötig.

Wir werden die weitere Entwicklung, besonders beim Thema Schulraumkapazitäten, kritisch begleiten und uns für eine vorausschauende, kinderfreundliche Planung in Waldfeucht einsetzen.

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